Rundreise Südostasien im November 2007
Nach einem langen, aber
stressfreien Flug bin ich heute in Saigon angekommen.
Die Stadt ist die Stadt der Mopeds. Autos gibt es wenig. Dafür Millionen von
Mopeds. Pro Tag gibt es in Vietnam mit derselben Einwohnerzahl wie Deutschland
soviel Verkehrstote wie wir in 6 Monaten haben.
Die Stadt bietet an Läden alles vom billigen Markt bis zu den Geschäften der
internationalen Modedesigner. Das Leben hier ist für Jugendliche hart. Man sieht
fast keine Kinder oder Schüler auf den Strassen. Morgen um 5.oo bis 6.oo treffen
sich die Familien in den Parks um gemeinsam Frühsport zu machen. Um o7.oo fängt
die Schule und die Arbeit an. Von 11.oo bis 13.oo ist Pause. Dann geht die
Schule bis 17.oo. Gearbeitet wird länger. Um 18.oo wird es dunkel. Wer im Leben
mehr als die Grundbildung will um mal Geld zu verdienen geht nach der regulären
Schule auf die Abendschule, um eine Fremdsprache zu lernen. Da ansonsten in den
Familien mitgearbeitet wird bleibt keine Freizeit.
Saigon hat eine Fläche von 2o Millionen
Quadratmeter. Das sind etwa 5o x 4o km. Dort leben ca 8 Millionen Menschen.
Diese haben ca 3.5 Millionen Mopeds.Sehr viele Frauen haben neben einer Mütze
und Handschuhen einen kompletten Gesichtsschutz. Das Schönheitsideal ist hier
weiße Haut.
Heute haben wir das unterirdische Tunnelsystem der Vietkong besucht. Es ist
schon interessant wie diese sich durch die Erde wühlten. Ein Tunnel lag unter
einem US Quartier
Heute Nachmittag war ich etwas spazieren zum
Saigon Fluss. Dieser ist ziemlich verdreckt und nicht so schön. Eine
Bootsrundfahrt habe ich mir daher erspart.
Um dort hinzukommen musste ich einige breite Strassen überqueren. Ampeln für
Fußgänger gibt es nicht. Das überqueren funktioniert daher so: Die Hand
rausstrecken und langsam und berechenbar loslaufen, damit jeder um einen
herumfahren kann. Weil anhalten für einen Fußgänger macht niemand.
Nachdem ich zurück im Hotel war, bin ich erstmal duschen. Später geht's noch
irgendwohin essen.
Nach meinem Nachmittagsspaziergang durch Saigon bekam ich erst mal Hunger.
Gegenüber des Hotels ist ein Japanisches Restaurant. Warum nicht dachte ich und
bestellte ein Menü mit Rib Eye Steak. Als Vor und Vorvorspeise kam dann erst
einmal Fisch. Teilweise auch roh. Brrrr...
Naja nachdem ich
zumindest den nicht rohen Teil des Fischs gegessen hatte machte der Koch vor
meinen Augen Das Steak. Dabei hackte er es in kleine Stücke, damit nur Profis es
mit Stäbchen essen können. Ich hatte damit meine Probleme. Weil Messer und Gabel
gab es nicht. Hiernach gab es gebratene Bambusstäbchen und anderes Gemüse. Zwar
lecker, aber wenn man die mit den Stäbchen nicht zu fassen kriegt, isst man sich
hungrig.
Nach diesem schweren
Kampf mit den Stäbchen lief ich noch ein wenig durch das nächtliche Saigon. Die
vielen Mopeds sind im dunkeln noch mehr eine Herausforderung und garantieren
Nervenkitzel beim überqueren der Strasse. Dies lief ich in eine andere Richtung.
So kam ich zur Luxusmeile von Saigon. Louis Vuiton, Cartier und
Designerklamotten. Hinter den Luxustempeln kam ein Markt
Dort gab es auch die
Luxusklamotten. Sogar in XL und garantiert nicht echt. Ich kaufte mir einmal 2
Polo Hemden von Ralph Lauren für 17 Euro.
Bei zurück entdeckte ich noch einen Kentucky Fried Chicken. McDonalds scheint es
hier nicht zu geben
Witzig, in einem kleinen
Hamburger Restaurant standen im Verkaufsraum so viele Mopeds, dass man kaum zur
Kasse durch kommt. Parken einfach auf dem Gehweg geht nicht dauerhaft bzw. ist
verboten.
Heute morgen ging es früh weiter ins Mekong
Delta nach Chau Dok. Während der Fahrt nach einiges über Vietnam erfahren. In
Chau Dok ging es mit einem Boot zu einer Fischzucht und zu den schwimmenden
Häusern der Cham. Da es sich gegen Abend zuzog, war leider nicht so ein schönes
Wetter um Fotos zu machen. Ich habe trotzdem kräftig drauf gehalten.
Abend haben wir in einem
Restaurant auf dem Fluss gegessen. Fisch in allen Variationen. aber echt lecker.
Schmeckte gar nicht nach Fisch. Im Hotel gibt es auf dem Zimmer kein Wlan. Daher
muss ich an den Hotel PC. Schade halt.
Heute ging es von Chau
Doc den Mekong rauf nach Kambodscha. Wir haben nur einen Nebenarm befahren.
Dieser ist immer noch 3 mal so breit wie der Rhein. In Vietnam ist das Ufer fast
durchgehend mit Hütten bebaut und viele Fischer sind unterwegs.
Nach passieren der
Grenzstation mit 1 Dollar Schmiergeld, erreichten wir Kambodscha. Dort ist das
Land ärmer und weniger Menschen sind zu sehen. Das Ufer ist nicht durchgehend
bebaut. Dafür sind die Menschen viel freundlicher. Jedesmal wenn Menschen am
Ufer sind wurde gewunken und freundlich gegrüßt.
Nachmittag erreichten
wir Phom Penn. Dort ist gerade ein großer Feiertag. Es ist ein Drachenboote
Rennen den ganzen Tag
Das Hotel in Phom Penn
hier ist absoluter Luxus. Schwimmbad, Whirl Pool usw. Nachmittag bin ich an die
Uferpromenade gelaufen. Das ist ca. 1 km. Auf den Strassen ist viel los. Sehr
viele Stände und sehr viele Menschen wegen dem Feiertag. Heute ist der Tag an
dem gefeiert wird, dass der Tonle Sap seine Laufrichtung ändert.
An der Uferpromenade
auch jede Menge Menschen und Stände. zurück ging es mit einem Tuc tuc. einem
Motorrad Taxi.
Hier laufen auch
Touristen mit kleinen Kindern rum. Ich denke es gibt gefährlichere Orte als
hier.
Heute morgen bei leicht bedeckten Himmel und
teilweisen Sonnenschein den Königspalast und das Nationalmuseum besucht. Ich
denke da sind ein paar tolle Fotos dabei.
Nachmittag bin ich
alleine in der Stadt rumgelaufen. Hier ist durch das Fest High live. Es sind 1,5
Millionen Besucher aus allen Landesteilen hier. Bei dem Drachenbootrennen auf
dem Fluss starten nacheinander 450 Boote mit jeweils 50 bis 70 Ruderern. Jedes
Boot repräsentiert eine Pagode ( oder Kirchengemeinde) und ist mit Familien und
Fans angereist.
Gleichzeitig sieht man
aber auch die negativen Seiten hier. Viele extrem dünne Kinder die einen
unterernährten Eindruck machen und viele Kinder die leere Flaschen oder Pappe
sammeln um ein wenig Geld zu verdienen. Ich habe an diese teilweise Kaugummis
verteilt und viele glückliche und dankbare Augen dafür zu sehen bekommen.
Morgen geht es mit dem
Bus weiter nach Siem Reap. Unterwegs sollen wir viel zu sehen bekommen. Siem
Reap ist die Stadt bei Angkor Vat
Heute morgen ging es recht früh los in
Richtung Siem Reap. Unterwegs haben wir ab und zu angehalten um Fotos der tollen
Landschaft zu machen. Auch haben wir 2 Klosterruinen besucht. Jedes Mal wurden
wir direkt von einer Horde Kindern in Empfang genommen, die heiss auf
Suessigkeiten waren, bzw. und traditionelle Tücher verkaufen wollten.
Die Landschaft und die
Leute hier sind ganzunterschiedlich zu Vietnam. In Vietnam hat fast jedes Haus
eine Antenne für TV auf dem Dach hier nicht. Alles ist weniger dicht bebaut und
die Leute hier machen einen freundlicheren Eindruck als dort. Ständig wird uns
gewunken.
Die Sittenuntereinander
sind hier so wie fast überall auf der Welt ausserhalb von Europa. Männer und
Frauen händchenhaltend in der Öffentlichkeit sind undenkbar. Dies wäre peinlich.
Geheiratet wird hier sehr früh. Meist mit 16 bis 18 Jahren.
Morgen fahre ich alleine
nach Ankor Wat vom Hotel aus. Dann habe ich meine Ruhe.
Gestern morgen um 06.00 Uhr habe ich mich mit
einem Tuc Tuc (Moped mit Anhänger oder Moped Rikscha) auf gemacht nach Angkor.
Ich dachte ich sei schneller als die Touristenmassen. Aber mir kamen erst mal
1000 Japaner entgegen, die die Sonnenaufgang dort beobachten wollten.
Den Rest des Tages bin ich mit Mopeds Taxis oder Tuc Tucs zwischen den einzelnen
Tempeln hin und hier gefahren und habe Unmengen von Fotos gemacht.
Die überall herumstehenden Mopedtaxis und Tuc Tucs sind praktisch. Mann muss
nicht zuviel laufen.
Am Abend bin ich in die Stadt zum Abendessen. In einer Gasse die als
Fußgängerzone gesperrt war habe ich dann bei live Musik gegessen.
Heute morgen bin ich gegen 06.00 wieder alleine weg und zum Tonle Sap gefahren.
Ein riesiger See der von 16.000 Qkm in der Regenzeit bis auf 3.000 km schrumpft
da er eigentlich kein See ist, sondern ein Rückstau des Mekong.
Gestern verließen wir Siem Reap mit dem Bus
in Richtung Norden zur Grenze nach Thailand. Die Straße war teilweise noch im
Bau und eine Schotterpiste. Überall am Straßenrand Hütten, Reisfelder und Tümpel
an denen Menschen mit Netzen Fische fingen.
Nach der Grenze in Thailand ist alles anders. Perfekte Straßen, gepflegte Häuser
und kaum Hütten. Wo Hütten sind, da haben diese Stromanschluss. Man sieht keine
Kinder mehr, da die Schule hier funktioniert und alle Kinder in die Schule
gehen. Während bei uns über Ganztagesschulen diskutiert wird ist die hier
normal. Schule ist jeden Tag von 08.30 bis 16.30 Uhr. Auch gibt es wie fast
überall auf der Welt Schuluniformen. Manchmal sieht mal Klassen irgendwo im
Grünen zusammensitzen auf der Exkursion
Nachdem wir etwas rustikal halb im Urwald in
einer Lodge übernachtet hatten, ging es zunächst zu einem Wasserfall und dann
weiter nach Kho Chang. Hier sind wie richtig luxuriös untergebracht. Ein
Bungalow, und feiner Sandstrand mit Palmen die fast bis ins Wasser reichen. Also
Entspannung bis es Samstag nach Hause geht. Irgendwann Sonntag um 5.20 komme ich
dann wieder nach Frankfurt. Bei euch soll ja schlechtes Wetter und kalt sein.
Brrr.
Heute geht es jetzt
zurück nach Deutschland. Irgendwie hat mein Gepäck deutlich zugenommen. Ich habe
mir fürs Büro- noch einen schönen Maßanzug schneidern lassen. Das ist hier
vergleichsweise günstig.
Gegen 15.15 Ortszeit ( in Deutschland 09.15 Uhr) verlassen wir das Hotel, setzen
mit der Fähre über und fahren dann noch ca. 4,5 Stunden mit dem Bus nach
Bangkok. Der Flieger geht dann 17.45 deutsche Zeit ab und morgen in alle Frühe
gegen 05.40 bin ich wieder zurück in Frankfurt